make-fire
About
This skill provides instructions for starting and maintaining a fire in wilderness situations using matches, firesteel, or friction methods. It covers location selection, material gathering, fire structure building, ignition, flame maintenance, and safe extinguishing. Use it when you need heat, cooking, water purification, signaling, or psychological comfort in an outdoor survival context.
Quick Install
Claude Code
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Documentation
Feuer machen
Feuer unter Feldbedingungen entzünden, aufrechterhalten und sicher löschen.
Wann verwenden
- Du brauchst Wärme in einer Wildnis- oder Überlebenssituation
- Wasser muss abgekocht werden (siehe
purify-water) - Nahrung muss gekocht werden
- Du brauchst ein Signalfeuer für Rettungskräfte
- Du brauchst Licht und psychologischen Komfort in der Nacht
- Insekten müssen durch Rauch abgewehrt werden
Eingaben
- Erforderlich: Ein Standort, an dem Feuer sicher und legal gemacht werden kann
- Erforderlich: Zündquelle (Streichhölzer, Feuerzeug, Feuerstahl oder Reibungsmaterialien)
- Optional: Trockener Zunder (wenn natürlicher Zunder nass ist)
- Optional: Messer oder Werkzeug zum Vorbereiten von Materialien
- Optional: Vorhandenes Totholz und natürliche Materialien
Vorgehensweise
Schritt 1: Standort wählen und vorbereiten
Wähle einen sicheren Standort, der vor Wind geschützt ist und kein Waldbrandrisiko birgt.
Checkliste Standortauswahl:
1. Windgeschützt — Naturbarrieren nutzen (Felsen, umgestürzte Bäume)
2. Trockener Boden — nicht in stehendem Wasser oder Sumpf
3. Von überhängenden Ästen freigeräumt (mindestens 3 m Abstand darüber)
4. Von Zelten, Ausrüstung und Brennmaterial freigeräumt (2 m Umkreis)
5. Nicht auf Wurzeln (unterirdischer Schwelbrand möglich)
6. Vorhandene Feuerstelle nutzen, falls vorhanden
7. Brandvorschriften und Verbote im Gebiet prüfen
Den Boden bis auf die Mineralerde freimachen (Laub, Nadeln und organisches Material entfernen) in einem Kreis von mindestens 1 m Durchmesser.
Erwartet: Ein freier, trockener, windgeschützter Platz mit mineralischem Boden, frei von brennbarem Material im Umkreis von 2 m.
Bei Fehler: Wenn kein trockener Boden verfügbar ist, eine Plattform aus grünem Holz oder flachen Steinen bauen. Wenn es windig ist, einen Windschutz aus Steinen oder aufgestapeltem Holz errichten, aber sicherstellen, dass die Luftzufuhr nicht vollständig blockiert wird — Feuer braucht Sauerstoff.
Schritt 2: Materialien sammeln
Vor dem Anzünden ALLES Material sammeln. Einen Brand verlassen, um Holz zu suchen, ist eine häufige Fehlerursache.
Drei Kategorien von Brennmaterial (alle drei benötigt):
ZUNDER — Fängt Funken oder Flamme auf. Muss haar-dünn und absolut trocken sein.
Natürlich: Birkenrinde, trockenes Gras, Samen- und Blütenköpfe,
feines Totholz-Innenmark, Kienspan (harzgesättigtes Holz),
Zunderpilz, Katzenschwanzflaum
Mitgeführt: Baumwollbäusche, Baumwolle+Vaseline, Kohlentuch, Feuerstarter
ANZÜNDHOLZ — Bleistift-dicke Stöcke die brennenden Zunder in Flamme umsetzen.
Optimale Größe: 3-8 mm Durchmesser, daumenlanges bis unterarmlange Stücke
Quelle: Untere tote Äste an stehenden Bäumen (am trockensten),
gespaltene Stöcke (trockenes Inneres freigelegt)
BRENNHOLZ — Armdicke und größere Stücke, die die Flamme aufrechterhalten.
Stufenweise sammeln: handgelenk-dick, unterarm-dick, dann größer
Stehend tot > liegend tot > grünes Holz (letzter Ausweg)
Dreimal mehr sammeln als geschätzt benötigt
Erwartet: Drei getrennte Haufen: ein faustgroßes Bündel Zunder, ein armvoll Anzündholz und ein größerer Vorrat an Brennholz in abgestuften Größen.
Bei Fehler: Wenn alles nass ist: Innere Rinde oder das trockene Innere von gespaltenem Holz suchen. Birkenrinde brennt auch nass wegen der natürlichen Öle. Im schlimmsten Fall Kienspan suchen — harzgesättigtes Nadelholz aus toten Stümpfen das auch bei Regen entzündet.
Schritt 3: Feueraufbau erstellen
Die Struktur bestimmt, wie effektiv die Flamme vom Zunder zum Anzündholz zum Brennholz übergeht.
Empfohlene Feueraufbauten:
TIPI / KEGEL (Anfänger — zuverlässigster Start):
1. Zunderbündel in die Mitte legen
2. Anzündholz kegelförmig um den Zunder lehnen
3. Kleine Öffnung auf der windzugewandten Seite lassen (Wind nährt das Feuer)
4. Größere Stöcke als äußeren Kegel hinzufügen
BLOCKHÜTTE (Langbrenner — gut zum Kochen):
1. Zwei parallele Stöcke legen, dann zwei quer darüber
2. Schichten aufbauen, mit kleinerem Holz oben
3. Zunder und Anzündholz in die Mitte legen
4. Struktur fällt in sich zusammen, wenn sie abbrennt, und nährt sich selbst
LEAN-TO (Windige Bedingungen):
1. Einen dicken Stock als Windschutz in den Wind legen
2. Zunder an die windabgewandte Seite legen
3. Anzündholz im Winkel an den Windschutzstock lehnen
4. Windschutz blockiert Wind, Hitze reflektiert auf Zunder
Erwartet: Eine Struktur, bei der der Zunder direkten Kontakt zum Anzündholz hat und genügend Luftstrom zum Brennen besteht.
Bei Fehler: Wenn die Struktur zusammenfällt, bevor sie angezündet wird, dünneres Anzündholz verwenden oder die Stützhölzer in den Boden drücken. Die häufigste Fehlerursache ist zu wenig Zunder oder Zunder der nicht direkt am Anzündholz anliegt.
Schritt 4: Feuer anzünden
Zündmethode dem Zunder zuführen.
Zündmethoden (nach Zuverlässigkeit):
1. FEUERZEUG: Flamme direkt an den Zunder halten
Erfolgsrate: >95% bei trockenem Zunder
2. STURMSTREICHHÖLZER: Überall anzündbar, windbeständig
Erfolgsrate: >90%
3. GEWÖHNLICHE STREICHHÖLZER: Am windgeschützten Ende anstreichen,
mit der hohlen Hand schützen
Erfolgsrate: 70-80% (windempfindlich)
4. FEUERSTAHL (Ferrocerium-Stab): Mit Rücken des Messers schaben,
Funken auf Zunder lenken
Erfolgsrate: 60-80% (erfordert Übung und guten Zunder)
5. REIBUNGSMETHODEN (Feuerbohren, Feuerpflug):
Erfordert umfangreiche Übung und ideale Materialien
Erfolgsrate: 20-40% für Geübte, <5% für Ungeübte
- Zunder vor Wind schützen
- Zündquelle an der Basis des Zunderbündels ansetzen (Hitze steigt auf)
- Sanft pusten, sobald eine Glut oder kleine Flamme erscheint
- NICHT hektisch pusten — gleichmäßiger, kontrollierter Atemstoß
- Sobald der Zunder brennt, zum nächsten Schritt übergehen
Erwartet: Zunderbündel brennt mit stetiger Flamme, die das Anzündholz zu erfassen beginnt.
Bei Fehler: Wenn der Zunder qualmt aber nicht entflammt, dichter an die Basis pusten. Wenn der Zunder nicht fängt, ist er wahrscheinlich nicht trocken genug — neuen Zunder versuchen. Wenn bei Feuerstahl die Funken nicht zünden, feineren Zunder verwenden (Baumwollwatte, Kohlentuch) oder eine tiefe Kerbe in den Zunder schnitzen, um Funken aufzufangen.
Schritt 5: Flamme pflegen
Kritische Phase — die meisten Feuer versagen hier durch zu schnelles Hinzufügen von zu viel Holz.
- Wenn Anzündholz Feuer fängt, kleinstes Anzündholz einzeln nachlegen
- Jedes Stück muss Flamme fangen, bevor das nächste hinzugefügt wird
- Luft zirkulieren lassen — kein Holz auf die Flamme stapeln
- Von den kleinsten zu den größten Stücken arbeiten
- Geduld — diese Phase dauert 5-10 Minuten
Erwartet: Stetige, wachsende Flamme, die immer größeres Anzündholz erfasst.
Bei Fehler: Wenn die Flamme erlischt, wurde wahrscheinlich zu viel Holz zu schnell hinzugefügt (Erstickung) oder zu wenig (Verhungern). Ersticktes Feuer: Holz wegziehen, auf verbliebene Glut pusten. Verhungertes Feuer: Sofort mehr feinstes Anzündholz nachlegen.
Schritt 6: Zum vollen Feuer aufbauen
Sobald das Anzündholz gut brennt, auf Brennholz übergehen.
- Handgelenk-dickes Holz zuerst hinzufügen
- In der gewählten Struktur aufbauen (Tipi für Wärme, Blockhütte zum Kochen)
- Holz anlehnen, nicht hineinwerfen
- Glutbett entstehen lassen — Glut erzeugt gleichmäßigere Hitze als Flamme
- Holzvorrat in Reichweite halten, aber nicht so nah, dass er Feuer fängt
Erwartet: Ein stabiles Feuer mit einem Glutbett, das bei Bedarf Wärme, Licht und Kochfähigkeit liefert.
Bei Fehler: Wenn das Feuer trotz genügend Holz nicht wächst, könnte die Luftzufuhr blockiert sein. Die Struktur umgestalten, um Zugluft von unten zu ermöglichen. Wenn das Holz zischt und dampft, ist es zu nass — Stücke nahe dem Feuer zum Trocknen vorlagern, bevor sie aufgelegt werden.
Schritt 7: Feuer sicher löschen
Ein nicht vollständig gelöschtes Feuer kann einen Waldbrand verursachen. Diesen Schritt niemals überspringen.
Löschverfahren:
1. Holznachschub mindestens 30 Minuten vor dem Verlassen einstellen
2. Verbleibendes Holz auseinanderziehen
3. Asche und Glut mit Wasser übergießen — nicht nur besprühen, DURCHNÄSSEN
4. Nasse Asche umrühren und erneut übergießen
5. Handrücken 5 cm über die Asche halten — wenn Wärme spürbar, wiederholen
6. Verstreute Glut auf verbranntes Material prüfen
7. Wenn kein Wasser verfügbar: Mineralerde auf die Glut schaufeln,
gründlich mischen, auf Wärme prüfen
KEIN Feuer verlassen, das noch warm ist. KEINE Glut im Wind liegen lassen.
KEIN unbeaufsichtigtes Feuer zurücklassen.
Erwartet: Kalte Asche, keine Wärme 5 cm über der Oberfläche spürbar, kein sichtbarer Rauch oder Dampf.
Bei Fehler: Wenn kein Wasser zum Löschen verfügbar ist, genügend Mineralerde verwenden. Organische Erde (mit Wurzeln oder Blättern) nicht verwenden — sie kann durch Schwelen Feuer fangen. Wenn das Feuer nicht vollständig gelöscht werden kann, bleiben, bis es von selbst erlischt und kalt ist.
Validierung
- Standort ist frei von überhängenden Ästen und brennbarem Material im Umkreis von 2 m
- Alle drei Materialarten (Zunder, Anzündholz, Brennholz) wurden vor dem Anzünden gesammelt
- Feuer wurde erfolgreich entzündet und zu einem stabilen Brand aufgebaut
- Glutbett für gleichmäßige Wärme vorhanden
- Feuer wurde vollständig gelöscht — Asche ist kalt bei Berührung
- Feuerstelle wurde verlassen, wie sie vorgefunden wurde (oder besser)
Häufige Fehler
- Zu wenig Zunder: Einen faustgroßen Zunderballen als Minimum verwenden. Das häufigste Problem ist zu wenig Zunder, nicht die falsche Technik
- Nasses Anzündholz: Tote Äste an stehenden Bäumen sind fast immer trockener als alles auf dem Boden. Stöcke spalten, um trockenes Inneres freizulegen
- Das Feuer ersticken: Einzelne Stücke nachlegen und jedes entzünden lassen, bevor das nächste kommt. Luftzwischenräume sind entscheidend
- Zu früh große Stücke: Von dünn zu dick arbeiten. Bleistiftdicke vor Daumendicke vor Handgelenkdicke
- Das Feuer vor dem Verlassen nicht löschen: Ein einzelnes Glutstück kann einen Waldbrand auslösen. Immer nass machen, umrühren, auf Wärme prüfen
- Reibungsmethoden ohne Übung versuchen: Das Feuerbohren erfordert präzise Materialien, korrekte Technik und erhebliche Übung. Bei vorhandenem Feuerstahl diesen zuerst verwenden
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