prove-geometric-theorem
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This skill formally proves geometric theorems using Euclidean axiomatic, coordinate, and vector proof methods. It's designed for verifying congruence, similarity, circle properties, collinearity, and geometric constructions. Use it when you need structured, step-by-step geometric proofs with clear justifications.
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Documentation
name: prove-geometric-theorem description: > Geometrische Sätze formal beweisen mit euklidisch-axiomatischen Methoden, Koordinatenbeweisen und Vektorbeweisen. Verwenden zum Beweis von Kongruenz- und Ähnlichkeitssätzen, Kreiseigenschaften, Kollinearität und Konzyklität sowie zur Validierung geometrischer Konstruktionen. license: MIT allowed-tools: Read Grep Glob WebFetch WebSearch metadata: author: Philipp Thoss version: "1.0" domain: geometry complexity: advanced language: multi tags: geometry, proofs, euclidean-axioms, coordinate-proofs, vector-proofs locale: de source_locale: en source_commit: 6f65f316 translator: claude-sonnet-4-6 translation_date: 2026-03-16
Geometrischen Satz beweisen
Geometrische Sätze mit verschiedenen Beweismethoden formal beweisen: euklidisch-axiomatische Beweise, Koordinatenbeweise und Vektorbeweise, mit klarer Argumentationsstruktur und vollständiger Begründung jedes Schritts.
Wann verwenden
- Formaler Beweis eines geometrischen Satzes aus Axiomen und bekannten Sätzen
- Beweis von Kongruenz, Ähnlichkeit oder metrischen Beziehungen in Figuren
- Nachweis von Kollinearität, Konzyklität oder Parallelität
- Validierung, dass eine geometrische Konstruktion die gewünschte Eigenschaft besitzt
- Lehre oder Wiederholung geometrischer Beweistechniken
Eingaben
- Erforderlich: Zu beweisende Aussage (Satz, Korollar oder Vermutung)
- Erforderlich: Gegebene Voraussetzungen und Definitionen
- Optional: Bevorzugte Beweismethode (synthetisch, Koordinaten, Vektor, Transformation)
- Optional: Erlaubte Hilfssätze und Axiome
- Optional: Figur oder Diagramm der Konfiguration
Vorgehensweise
Schritt 1: Aussage analysieren und Beweismethode wählen
Die Aussage in eine beweisbare Form bringen:
- Aussage formalisieren: Die zu beweisende Aussage als logische Formel oder präzise Wenn-Dann-Aussage formulieren.
- Bekannte Sätze identifizieren: Relevante bekannte Sätze auflisten, die als Hilfsmittel dienen können (z.B. Strahlensätze, Kreiswinkelsatz, Satz des Pythagoras).
- Beweismethode wählen:
- Synthetisch (euklidisch): Direkte Argumentationskette aus Axiomen und Sätzen. Bevorzugt für elegante, allgemeine Beweise.
- Koordinaten: Punkte in ein Koordinatensystem setzen und algebraisch rechnen. Gut für metrische Aussagen.
- Vektor: Vektoren für Punkte und Strecken verwenden. Gut für Parallelität, Teilungsverhältnisse und Kollinearität.
- Widerspruchsbeweis: Annahme des Gegenteils und Herleitung eines Widerspruchs.
- Transformation: Symmetrie, Drehung oder Ähnlichkeit nutzen.
Erwartet: Aussage formalisiert, Beweismethode gewählt und begründet.
Bei Fehler: Falls keine Beweismethode offensichtlich ist, mit Koordinatenbeweisen beginnen (mechanisch aber zuverlässig), dann prüfen, ob ein eleganterer synthetischer Beweis möglich ist.
Schritt 2: Beweis ausführen
Den Beweis Schritt für Schritt durchführen:
- Jede Aussage begründen: Jeden Schritt mit einer der folgenden Begründungen versehen:
- Voraussetzung (gegeben)
- Definition
- Axiom
- Zuvor bewiesener Satz (mit Referenz)
- Logische Schlussfolgerung aus vorherigen Schritten
- Hilfskonstruktionen: Falls nötig, zusätzliche Punkte, Geraden oder Kreise einführen und deren Existenz begründen.
- Fallunterscheidung: Falls die Aussage Fallunterscheidungen erfordert, jeden Fall separat behandeln und die Vollständigkeit der Fälle begründen.
- Ketten: Kongruenz- und Ähnlichkeitsschlüsse sauber aufbauen (z.B. SWS, WSW, SSS für Kongruenz).
Erwartet: Ein lückenloser Beweis, bei dem jeder Schritt explizit begründet ist.
Bei Fehler: Falls ein Schritt nicht begründet werden kann, prüfen, ob eine Voraussetzung fehlt oder ob ein stärkerer Hilfssatz benötigt wird. Häufiger Fehler: implizite Annahmen, die nicht aus den Voraussetzungen folgen.
Schritt 3: Beweis verifizieren
Die Korrektheit und Vollständigkeit prüfen:
- Logische Kette prüfen: Sicherstellen, dass jeder Schritt aus den vorherigen folgt und keine zirkulären Argumente vorliegen.
- Spezialfälle testen: Den Satz für konkrete Zahlenwerte oder degenerierte Fälle (z.B. gleichseitiges Dreieck, rechter Winkel) prüfen.
- Gegenbeispiel suchen: Aktiv versuchen, ein Gegenbeispiel zu finden, das die Aussage widerlegt (sollte scheitern, wenn der Beweis korrekt ist).
- Vollständigkeit: Prüfen, ob alle Fälle abgedeckt sind und keine Randübergänge fehlen.
Erwartet: Der Beweis ist verifiziert, alle Spezialfälle bestehen den Test, und kein Gegenbeispiel existiert.
Bei Fehler: Falls ein Spezialfall fehlschlägt, den Beweis auf implizite Annahmen prüfen, die in diesem Fall verletzt werden. Häufig: Division durch null in Koordinatenbeweisen, degenerierte Dreiecke in Kongruenzsätzen.
Validierung
- Aussage klar und formal formuliert
- Voraussetzungen vollständig aufgelistet
- Beweismethode gewählt und begründet
- Jeder Beweisschritt explizit begründet
- Keine zirkulären Argumente
- Alle Fälle in Fallunterscheidungen abgedeckt
- Spezialfälle getestet
- Kein Gegenbeispiel gefunden
Häufige Fehler
- Zirkuläre Argumentation: Den zu beweisenden Satz (oder eine äquivalente Aussage) als Hilfsmittel verwenden. Immer prüfen, ob ein verwendeter Hilfssatz unabhängig vom aktuellen Satz bewiesen wurde.
- Implizite Annahmen aus der Figur: Aus einem Diagramm ablesen, dass Punkte „offensichtlich" kollinear oder Geraden „offensichtlich" parallel sind, ohne dies zu beweisen. Die Figur dient nur der Intuition, nicht als Beweis.
- Degenerierte Fälle ignorieren: Viele geometrische Sätze haben Ausnahmen bei degenerierten Konfigurationen (z.B. wenn drei Punkte kollinear sind oder ein Dreieck zum Segment degeneriert). Diese Fälle müssen separat behandelt oder explizit ausgeschlossen werden.
- Falsche Kongruenzsätze: SSA (Seite-Seite-Winkel) ist kein gültiger Kongruenzsatz (es gibt einen Mehrdeutigkeitsfall). Nur SSS, SWS, WSW und der Hypotenuse-Kathete-Satz (für rechtwinklige Dreiecke) sind gültig.
- Koordinatenwahl verzerrt: Bei Koordinatenbeweisen die Koordinaten so wählen, dass keine Spezialität eingeführt wird. Einen Punkt auf den Ursprung und eine Achse entlang einer gegebenen Geraden zu legen ist erlaubt; aber z.B. ein Dreieck gleichschenklig zu machen, wenn dies nicht vorausgesetzt ist, führt zu einem Beweis, der nur den Spezialfall abdeckt.
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